search
  • Aktuelles
  • Allgemein
  • Entscheidungen – Ein besonderes Präventionsprojekt der Klasse 7a am CVG

In diesem Schuljahr nahm die Klasse 7a des Caspar-Vischer-Gymnasiums an einem besonderen Präventions- und Beteiligungsprojekt teil, das direkt an den Erfahrungen und Fragen der Jugendlichen anknüpft und ihnen eine neue Perspektive eröffnete.

Gemeinsam mit der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle Bayreuth und der Naturbühne Trebgast entsteht derzeit ein neues Theaterpräventionsprojekt rund um Alkohol-, Rauch- und Vapeprävention. Ein großes Vorhaben, das später an vielen Schulen in Oberfranken gezeigt werden soll – und dessen Ursprung direkt hier bei uns am CVG liegt.

Die 7a war dabei die erste Klasse, die dieses neue Format ausprobieren durfte – und sie hat mit beeindruckender Offenheit, Kreativität und Ernsthaftigkeit gezeigt, wie wertvoll die Perspektiven junger Menschen für ein solches Projekt sind.

Geleitet wurde der Workshop von der erfahrenen Theaterpädagogin Frau Lena Scholle, begleitet von Frau Schneider, Frau Jatz und Frau Schmalen. Zusätzlich brachten eine Ärztin für Suchtmedizin, eine Angehörige einer suchterkrankten Person und ein ehemaliger Betroffener ihre Perspektiven ein. Diese Mischung aus Fachwissen, persönlicher Erfahrung und künstlerischer Arbeit hat den Jugendlichen einen Zugang ermöglicht, der weit über reine Wissensvermittlung hinausgeht.

Bevor ein professionelles Theaterstück entstehen kann, braucht es Stimmen, die wissen, wie sich Jugend heute anfühlt. Genau hier kam die 7a ins Spiel.

In der Projektwoche entwickelten die Schülerinnen und Schüler – mit viel Kreativität, Humor und Ernsthaftigkeit – Figuren, Szenen und Konflikte aus ihrem eigenen Alltag: Gruppendruck, Partys, erste Erfahrungen mit Alkohol oder Vapes, Unsicherheiten, Mutproben, Freundschaft.

Sie wurden zu Co-Autorinnen und Co-Autoren eines Stücks, das später andere Jugendliche erreichen soll. Ihre Gedanken fließen direkt in die spätere Theaterproduktion ein. Dadurch entsteht ein Werk, das authentisch ist und die Sprache der jungen Menschen spricht.

Der Workshop hat weit mehr vermittelt als Präventionswissen. Er hat Räume geöffnet für Selbstbewusstsein und Ausdruck, gemeinsames Arbeiten und gegenseitige Unterstützung, ehrliche Gespräche über Entscheidungen und Gruppendruck und Kreativität, Mut und Ausprobieren

Die 7a hat erlebt, dass ihre Sicht zählt – und dass sie mit ihren Ideen etwas bewegen kann. Prävention wird so zu etwas, das nicht „von oben“ kommt, sondern aus der Mitte der Jugendlichen selbst.

Aus den Ergebnissen dieser intensiven Woche entwickelte Frau Scholle und die Naturbühne Trebgast nun ein professionelles Theaterstück, das ab dem ersten Quartal 2026 aufgeführt werden soll.

Die Uraufführung des Stücks fand am 6. Mai 2026 in der Stadthalle in Kulmbach statt und wurde neben zahlreichen Lehrkräften auch von den sechsten und siebten Jahrgangsstufen des CVG besucht. Die von den Schülerinnen und Schülern entwickelten Szenen und Konflikte fanden sich zahlreich in der Aufführung wieder, etwa in Form von Audioaufnahmen, die die Jugendlichen in dem Workshop erstellt hatten.

Der Beitrag, den die Schülerinnen und Schüler bei der Konzeption des Stücks leisteten, wurde nach der Aufführung besonders gewürdigt. Die ganze Klasse wurde auf die Bühne gebeten und dort mit tosendem Applaus vom Publikum gefeiert.

Wir danken allen Eltern herzlich für ihre Unterstützung. Solche Projekte gelingen nur, wenn Schule, Elternhaus und Kooperationspartner zusammenwirken.

Wir sind stolz darauf, dass die Klasse 7a Teil eines Projekts ist, das weit über die Schule hinaus Wirkung entfalten wird – und einen wichtigen Beitrag zur Präventionsarbeit in unserer Region leistet.

Birgit Schneider

Alexander Feitenhansl