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Schülerinnen und Schüler des Caspar-Vischer-Gymnasiums zaubern „Musikalische Träume“ auf die Bühne

Die Rahmenbedingungen des alljährlichen Sommerkonzerts waren dieses Mal erschwert: So war in der Vorwoche aufgrund der extremen Hitze auch das musikalische Leben an der Schule nahezu lahmgelegt und die Fußballweltmeisterschaft sorgte bei vielen Schülerinnen und Schülern für gedankliche Ablenkung. Umso erstaunlicher war die äußerst konzentrierte Atmosphäre, die von Beginn an dem Konzert zugrunde lag.

Nach der Eröffnung mit „Mamma mia“, unbeschwert und rhythmisch sehr exakt vorgetragen vom homogenen Bläserensemble der Schule, begrüßte der Schulleiter Armin Motschenbacher das zahlreiche Publikum. Er betonte, dass Musik eine ganz besondere Fähigkeit besitzt: „Sie kann uns aus dem Alltag entführen und uns an Orte bringen, die wir uns sonst nur in unserer Fantasie ausmalen können sowie Emotionen wecken, für die wir oft gar keine Worte finden.“

Im ersten Teil sollte nun deutlich werden, dass die Förderung der Orchesterarbeit am Caspar-Vischer-Gymnasium großgeschrieben wird. Das Gitarrenensemble unter der Leitung von Grit Pehle ließ zarte und sensible Töne bei „Falling in Love“ erklingen, danach formierte sich unter Einbezug der ganz jungen Geigenspieler aus den 5. und 6. Klassen das Streichorchester zu einem großen Klangkörper. Geigenlehrer Eugen Hubert hat hier eine beachtliche Gruppe an Schülern intensiv für den Abend musikalisch trainiert. Professionell musizierten die „großen“ Schülerinnen und Schüler des Streichorchesters „Up and Doing“, wobei sich die einzelne Querflötenspielerin und der Schüler am Schlagzeug sehr angenehm in den Streicherklang integrierten. Als Höhepunkt des ersten Teils ertönten ein „Norwegischer Tanz“ von Edvard Grieg und das „James Bond Thema“, wobei das große Orchester die tänzerischen und swingenden Rhythmen sehr fesselnd intonierte.

Mit viel Tanz, Bewegung und Choreografie eröffnete die Musikklasse 6a den zweiten Teil und erzählte eine Geschichte über die Suche nach einem Mädchen. Als am Schluss „Ophelia“ endlich gefunden wurde, sangen die Schülerinnen als „Swifties“ eine Hommage auf Taylor Swift und tanzten äußerst charmant. Kraftvoll und mit großem musikalischem Selbstbewusstsein musizierte Irmgard Schuster eine Pastorale und leitete über zum Männerchor. Die kleine Gruppe von Schülern ließen am Ende ihres Vortrags zwar nicht „99 Luftballons“ steigen, aber gab mit dem zeitkritischen Liedtext von Nenas Lied Nachdenklichkeit und einige Ballons an das Publikum weiter.

Jene Nachdenklichkeit griff der Unterstufenchor unter der Leitung von Grit Pehle auf. Dabei agierte die Gruppe von Sängerinnen sehr selbstsicher und gab beim letzten Lied einen sinnvollen Ratschlag: „Also sei wie du bist!“

Unter der Leitung von Barbara Fries musizierte schließlich der große, ausgewogen besetzte Schulchor und wünschte dem Publikum einen schönen Tag, sang ein Lied auf den Wert der Musik und berichtete vom betrunkenen Seemann. Am Ende stand das Motto mit „A Million Dreams“, das mit sichtlicher Begeisterung der Akteure erklang. Oberstudiendirektor Armin Motschenbacher zeigte sich sehr beeindruckt von den musikalischen Leistungen seiner Schülerinnen und Schüler und bedankte sich bei den Lehrkräften für die Einstudierung und Leitung der musikalischen „Träumereien“ mit Blumen.