Am 26. Juni 2026 erhielten die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen im Religionsunterricht besonderen Besuch: Im Rahmen des Projekts „Meet a Jew“ nahm sich Amy Zeit, aus ihrem persönlichen Leben als Jüdin zu erzählen und mit den Klassen ins Gespräch zu kommen.
Im Mittelpunkt standen Fragen zu jüdischen Festen und Traditionen sowie zum jüdischen Alltag in Deutschland. Besonders spannend war Amys persönliche Geschichte: Sie stammt ursprünglich aus den USA und berichtete von den Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen jüdischem Leben in Amerika und Deutschland. Dabei erfuhren die Schülerinnen und Schüler auch, dass Amy aufgrund ihrer Familiengeschichte theoretisch sogar drei Staatsangehörigkeiten besitzen könnte – ein Aspekt, der zu interessanten Gesprächen über Identität und Herkunft führte.
Besonders anschaulich wurde der Austausch durch verschiedene Gegenstände, die Amy mitgebracht hatte. Unter anderem zeigte sie eine Seder-Tasche und weitere Anschauungsmaterialien, anhand derer sie jüdische Bräuche und Feste erklärte. So konnten die Schülerinnen und Schüler die Traditionen nicht nur kennenlernen, sondern auch ganz konkret erleben und besser verstehen.
Die offene Atmosphäre ermöglichte es den Jugendlichen, ihre Fragen direkt zu stellen und mit einer Vertreterin des Judentums persönlich ins Gespräch zu kommen. So konnten Vorurteile abgebaut und ein authentischer Einblick in jüdisches Leben heute gewonnen werden.
Wir bedanken uns herzlich bei Amy und dem Programm „Meet a Jew“ für diese bereichernde Begegnung und die wertvolle Möglichkeit, gelebtes Judentum kennenzulernen.
„Meet a Jew" ist ein Programm des Zentralrats der Juden in Deutschland und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!" sowie von den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern und Berlingefördert.