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Schon seit vielen Jahren spielt das Kaufplatzareal eine wichtige Rolle für Kulmbach. Bereits 1340 wurde dort durch den Burggrafen Johann II zu Nürnberg und seiner Gemahlin Elisabeth das Augustiner-Kloster, welches in Verlängerung der Klostergasse stand, heißt auf dem Bereich der heutigen VR-Bank, gegründet. Das Kloster und die dazugehörige Klostermühle  Dyzenmule wurden 1398 zum ersten Mal im Kulmbacher Landbuch urkundlich erwähnt. Bis heute erinnert an das Augustiner-Kloster die sogenannte Klostergasse, die sich zwischen EKU-Parkplatz und Holzmarkt befindet.

Im Jahr 1823 gründete Johann Conrad Beck die nach ihm benannte Becknmühle, deren Betrieb jedoch 1950 eingestellt wurde und somit nur noch Malz auf der Produktionsliste stand. Christian August Christenn eröffnete 1878 am Holzmarkt die Mälzerei Christenn, deren Geschäft rund 100 Jahre florierte.

In der Zeit des 2. Weltkriegs befand sich in den beiden benachbarten Gebäuden außerdem ein Marinearsenal. Der Bombeneinschlag in den letzten Kriegstagen soll für so manche Kulmbacher laut Augenzeugen ein wahrer Segen gewesen sein, da durch diesen Zigarren der feinsten Qualität, die Spezialität des Marinelagers großflächig verteilt wurden. Trotz des Einschlags wurden die Gebäude wieder aufgebaut und bis in die siebziger Jahre betrieben.

 

 

Bild des Einkaufszentrums

1979 wurden sowohl Mühle als auch Mälzerei abgerissen und bereits ein Jahr später der Kaufplatz eröffnet. Er erhielt von den Kulmbachern den Namen „BILKA“, angelehnt an den damaligen Hauptmieter. Das Kaufhaus BILKA war damals neben dem KDM und dem Woolworth ein wichtiger Standort, wo man nicht nur einkaufen konnte, sondern sich außerdem im Restaurant oder Eiscafé von Niveo Curioso zum Plaudern verabreden konnte. Das Kaufhaus war ein beliebter Treffpunkt, bis es jedoch im Jahr 2012 geschlossen wurde und 8 Jahre lang leer stand.

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2020 wurde das Kaufhaus schließlich abgerissen, nachdem die Stadt Kulmbach es 2015 für 8 Millionen Euro erwarb. Ab 2022 wurde die Fläche zwei Jahre lang als Burg-Spielplatz genutzt, doch auch dieser blieb nicht lange erhalten. Die Geräte des Spielplatzes wurden in den Grünzug verlegt und die Fläche des Kaufplatzes wird bis heute nicht genutzt. Plan der Kulmbacher Stadt ist es nun, das Areal in eine urbane Wohnlandschaft mit Altstadtflair zu verwandeln, wobei jedoch noch keine konkreten Pläne vorliegen.

Bild des Einkaufszentrums am Kaufplatz
Bild des Kaufplatzareals