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Als wir nach ziemlich genau 10 Stunden Busfahrt durch Deutschland, Luxemburg und Belgien endlich unser Reiseziel Hirson erreichten, wurden wir von einer atemberaubenden Landschaft, vielen Backsteinen (briques) und leider auch Regen begrüßt.

Am Collège Georges Cobast erwarteten uns unsere Gastfamilien bereits und nach kurzem Suchspiel haben und der französischen Begrüßung „faire la bise“ verbrachten wir einen ruhigen Abend in den Familien und lernten unsere correspondants (Austauschpartner) bei französischem Essen und Spielen kennen. Auch das Abendessen war super, aber sehr käselastig, da Franzosen gerne Allem Käse hinzufügen, in Hirson häufig den aus dem Film „Willkommen bei den Ch’tis“ bekannten Käse Maroilles.

Am nächsten Morgen erlebten wir zum ersten Mal den Schulalltag unserer Correspondant(e)s: Rucksackkontrollen, bevor wir aufs Schulgelände durften, 55-minütige Schulstunden und schnell französisch sprechende Lehrer und Lehrerinnen. Um 11 Uhr war der Schultag für uns auch schon wieder vorbei und wir fuhren in einen Park am Lac (See) von Val-Joly zum Laserbiathlon. Dort durften wir in 4er Gruppen gemeinsam mit unseren Austauschpartnern/innen im Sinne des Orientierungslaufes im Park versteckte Pflöcke finden, einen Zettel lochen und zurück am Treffpunkt wie richtige Biathlonläufer/innen mit einem Lasergewehr auf Zielscheiben schießen. Danach folgte wieder ein gemütlicher Abend in den Familien.

Die Schulstunden am Dienstag waren ebenso interessant wie andersartig wie bereits am Montag. Am Nachmittag besuchten wir in Sars-Poteries das MusVerre, ein Glasmuseum, und der Name versprach nicht zuviel. Wir erfuhren viel über die Geschichte der alten Glaser in Frankreich und durften selber Glasbilder legen zum Thema Landschaften. Unsere Werke werden noch gebrannt werden und unsere Partner werden sie uns im April mit nach Deutschland bringen.

Nach einem nicht weniger aufregenden Abend, starteten wir den Mittwoch mit einem kurzen Fußmarsch zum nahegelegenen Lycée Frédéric et Irène Joliot-Curie. Dort hatten wir einige Ateliers (Workshops) rund um das Thema der Olympischen und Paralympischen Spiele in Paris 2024. Wir aßen in der typisch französischen Cantine (Schulmensa) zu Mittag und erkundeten zusammen mit Lycée-Schülern das Gymnasium. Am Nachmittag gingen viele Franzosen mit uns Deutschen ihren Hobbys nach oder feierten den Geburtstag einer Französin auf einer Bowlingbahn.
Am Donnerstag war dann auch schon der letzte Tag, den wir in Frankreich verbringen durften. Am Vormittag brachte uns die Musiklehrerin zwei Lieder, ein deutsches und ein französisches, bei und der Sportlehrer den offiziellen Tanz der Olympischen Spiele. Der Abschluss unseres Frankreichaustausches bildete dann ein Ausflug der Deutschen nach Reims. Wir besichtigten die Kathedrale und die Innenstadt, kauften Souvenirs und führten nette Gespräche mit Restaurantbesitzerin oder auch Apothekenangestellten.

Und jetzt sitzen wir wieder seit 6 Stunden im Bus und fahren Richtung Heimat, wo wir schon sehnsüchtig von unseren Familien erwartet werden.

Alles in allem war es eine wunderbare Reise mit vielen tollen Erinnerungen, Geschichten und super netten Leuten. Ich denke, ich spreche im Namen Aller, wenn ich sage: es war un merveilleux voyage (eine wunderbare Reise) und wir würden es jederzeit wieder machen. Und natürlich freuen wir uns schon auf die Franzosen, die uns im April besuchen werden! 😊

Jana Fries (8a)