Vom 30. März bis zum 6. April 2025 machten sich viele unserer 8. Klässler und 8. Klässlerinnen des CVG Kulmbach gemeinsam mit 4 Lehrkräften auf eine spannende Reise nach Marguerittes, um ihre Austauschpartner und Austauschpartnerinnen, ihre Corres, am Collège Lou Castellas zu treffen.
Der Austausch war nicht nur eine Reise, sondern ein echtes Abenteuer, das uns eine Woche voller Kultur, Spaß und unvergesslicher Erlebnisse bescherte.
Sonntag – Ankunft in Frankreich
Am Sonntagabend kamen wir endlich in Marguerittes an – nach einer langen Fahrt und einem sehr frühen Start war die Erleichterung groß, endlich angekommen zu sein. Es gab viel zu erzählen und die Aufregung war spürbar, als die Schüler und Schülerinnen das erste Mal auf ihre Corres trafen. Bereits im Bus wurde diskutiert, wie oft man sich jetzt genau Küsschen gibt und ob man auf der linken oder rechten Wange anfangen muss.
Montag – Ein warmes Willkommen in Frankreich
Der erste Tag stand ganz im Zeichen des Kennenlernens. Nach einer herzlichen Begrüßung durch den Schulleiter und die französische Koordinatorin Frau Miane, ging es gleich in den Unterricht. Hier durften die deutschen Schüler und Schülerinnen erleben, wie der Unterricht im französischen Schulsystem aussieht. Danach war Zeit für weiteres Kennenlernen der Corres: In der Garrigue, einem wunderschönen Naturgebiet, kamen wir in den Genuss von Kennenlernspielen wie Orientierungslauf, Flashmob-Vorbereitungen und Geschicklichkeitsspielen. Ein toller Einstieg in die Woche!
Dienstag – Kultur und Geschichte in Avignon und Les Baux
Am Dienstag ging es auf Entdeckungstour nach Avignon, wo wir nicht nur den berühmten Papstpalast besichtigten, sondern auch die legendäre „Brücke von Avignon“ – ja, die, bei der man lautstark „Sur le pont d’Avignon“ singen muss! Aber das war noch nicht alles. Am Nachmittag fuhren wir nach Les Baux, einem mittelalterlichen Dorf mit atemberaubendem Ausblick, das uns alle ins Staunen versetzte.
Mittwoch – Nîmes, Kunst und Badminton
Der Mittwoch begann mit einem Besuch der imposanten Arena in Nîmes, in der die Schüler und Schülerinnen selbstständig auf Entdeckertour gehen konnten und das ein oder andere Stoffhäschen den Weg mit nach Hause gefunden hat. Am Nachmittag dann Workshops, bei denen für jeden etwas dabei war: Badminton für die Sportlichen und ein Kunstworkshop zum Thema „Fraternité“ für die Kreativen. Eine tolle Gelegenheit, die eigene künstlerische Seite zu entdecken und mit dem Corres zusammenzuarbeiten.
Donnerstag – Pont du Gard, Uzès und ein süßer Abstecher zum Musée Haribo
Der Donnerstag führte uns zu einem der beeindruckendsten römischen Aquädukten Europas, dem Pont du Gard. Danach erkundeten wir Uzès, eine malerische kleine Stadt, die zu einem Spaziergang einlud. Als ob das noch nicht genug gewesen wäre, machten wir einen kurzen Abstecher zum Musée Haribo, wo wir uns mit einer Ladung Gummibärchen eindeckten – schließlich gehört der süße Genuss zu einem Frankreichaufenthalt einfach dazu. Am Abend wurde es dann richtig festlich: Beim deutsch-französischen Abend wurde der Flashmob aufgeführt, es wurde zu deutschen und französischen Hits getanzt und jeder hatte etwas Leckeres zum Essen mitgebracht. Ein perfekter Abschluss eines tollen Tages!
Freitag – Camargue, Flamingos und Meer
Am letzten Tag des Austauschs stand ein Ausflug in die Camargue auf dem Programm. In einer „Manade“ – einem typischen südfranzösischen Gehöft – lernten wir alles über die berühmten Camargue-Stiere und die Traditionen der Region, wie die Course Camarguaise oder die Abrivado. Dann ging es weiter nach Le Grau du Roi ans Meer. Auf dem Weg konnten wir sogar ein paar der typischen, flauschigen Flamingos der Camargue bestaunen. Die Corres-Tandems bekamen in Le Grau ein paar kleine Aufgaben zur Erkundung der Stadt und es entstanden sehr schöne Fotos.
Samstag – Familienzeit und Ausflüge ans Meer
Der Samstag war für die Schüler und Schülerinnen ganz besonders: Sie verbrachten den Tag mit ihren französischen Gastfamilien. Einige fuhren ans Meer, um nochmal das wunderschöne Mittelmeer zu genießen. Andere besuchten das Tennisturnier, das in der Arena von Nîmes stattfand, wieder andere unternahmen Ausflüge in die Umgebung oder erkundeten einfach das Leben in ihrer Gaststadt. Es war eine tolle Gelegenheit, das französische Leben aus erster Hand zu erleben und Zeit mit den neuen Freunden zu verbringen.
Fazit
Die Woche war nicht nur eine Reise, sondern ein echtes Abenteuer. Wir haben viel über die französische Kultur gelernt, zahlreiche Sehenswürdigkeiten besucht, tolle Workshops gemacht und vor allem viel Spaß miteinander gehabt. Jetzt freuen wir uns schon sehr auf den Gegenbesuch der französischen Schüler und Schülerinnen in fünf Wochen – dann sind wir dran, unsere Heimat und unsere Kultur zu zeigen. Bis dahin halten wir die Erinnerung an eine fantastische Woche in Frankreich fest!
Ein großes Dankeschön an alle Beteiligten, die diesen Austausch möglich gemacht haben!
Vanessa Weckwerth, StRin