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  • Stimmungsvoll und abwechslungsreich: Weihnachtskonzert des Caspar-Vischer-Gymnasiums

Musikalisch angekommen im Advent

Mit einem ebenso abwechslungsreichen wie klangfarbenreichen Adventskonzert stimmten die Musikensembles des Caspar-Vischer-Gymnasiums Kulmbach das Publikum am Montag in der bis auf den letzten Platz besetzten St.-Hedwig-Kirche auf die Vorweihnachtszeit ein.

Die feierlich-melancholische Aria irlandese mit unsere Lehrerin Stefanie Brand an der Orgel bildete den Auftakt, und die Bläser des Schulorchesters boten nach der Begrüßung ein ausdrucksstarkes „All through the Night“. Georg Friedrich Händel darf natürlich bei einem weihnachtlichen Konzert ebenso wenig fehlen wie Joseph Haydn, und das Schulorchester bewies, dass es sowohl barocke Klänge beherrscht als auch den J. Haydn zugeschriebenen St. Anthony Choral im Arrangement von James Rae. Fein austariert zwischen den einzelnen Instrumentengruppen, weich und voll im Klangbild – den jungen Musikern gelang eine rundum überzeugende Darbietung. Selbst die Violinspielerinnen aus der 5. Jahrgangsstufe, die erst seit einigen Monaten unter der Leitung von Eugen Hubert dieses Instrument lernten, passten sich hervorragend ein ins Ensemble.

Unsere 5. Klassen zeigten die Vielfalt weihnachtlichen Chorgesangs, von traditionellen Liedern wie „Erwachet, ihr Schläfer dort drinnen“ über moderne Pop-Arrangements bis hin zu Hiphop, begleitet von Rhythmusinstrumenten und choreografierten Bewegungselementen – begeisterter Applaus belohnte ihre Darbietungen, und man konnte spüren, welchen Spaß sie am Singen hatten. Mit dem mehrstimmig gesungenen John-Lennon-Klassiker „Merry Christmas (War is over)“ berührten und überzeugten die Klassen 6b/c. Vom Herbst bis zum Weihnachtsfest spannte die Klasse 8a den musikalischen Bogen, und nicht erst beim „Little Drummer Boy“ sprang der Funke über.

Eine Besonderheit der CVG-Konzerte ist immer die von unserer Fachschaftleiterin Musik Barbara Fries für den Unterstufenchor selbst geschriebene Geschichte mit Liedern. Rolf Zuckowskis „In der Weihnachtsbäckerei“ bildete den Rahmen für „Pauline und das Weihnachtsgeschenk“. Rhythmisch eingesetzte Kochlöffel kamen dabei ebenso zum Einsatz wie verschiedene Traditionals, und am Ende sangen und klatschten auch die Zuhörer zum Happy End enthusiastisch mit.

Zwischen den musikalischen Blöcken gab es dieses Mal Ungewöhnliches zu hören – musikalische Versionen von Leonard Cohens „Halleluja“ und „Adeste Fidelis“ auf der Panflöte und Querflöte stimmten ein auf den Auftritt des Schulchors. Ebenso ungewohnt wie eindringlich, zwischen Gesang, Sprechen und Flüstern changierte die moderne Version von Joseph Eichendorffs „Schläft ein Lied in allen Dingen“. „In the bleak mid-winter“ bewegte durch die intensive Darbietung ebenso wie „Cantate Domino“, bevor „In dulci jubilo“ einen fröhlich-festlichen Schlusspunkt setzte.

Die Schulleiterin Ulrike Endres bedankte sich sichtlich bewegt bei den über 150 Mitwirkenden und vor allem bei den Musiklehrkräften Eugen Hubert, Judith Fink-Porr, Grit Pehle und Barbara Fries. Letztere hatte nicht nur die Leitung der beiden Schulchöre, der Musikklasse 5a und des Orchesters inne, sondern auch die Gesamtkoordination. „Musik ist die Sprache der Engel“ – so die Schulleiterin, das habe dieser Konzertabend eindrucksvoll bewiesen. Es gab nochmals einen lang anhaltenden, stürmischen Applaus für alle Beteiligten. Mit dem gemeinsam gesungenen „Macht hoch die Tür“ klang die Veranstaltung aus, und danach standen noch zahlreiche Gäste und junge Künstlerinnen und Künstler im Pfarrsaal bei Apfelpunsch und Plätzchen gemütlich beisammen. „Eine wunderbare Veranstaltung!“ – darin waren sich alle einig.