Projekt: Seifen selbst gemacht

2018 04 12 ch seifen teaser

Einige Schülerinnen und Schülern der Klasse 9b+ des Caspar-Vischer-Gymnasiums trafen sich bereits im ersten Halbjahr mit Herrn Bock im Chemie-Übungssaal, um im sogenannten Kaltverfahren Seifen selbst herzustellen.

Die selbst hergestellten Seifen entstehen im Rahmen eines Schulprojektes für das Jubiläums-Schulfest. An einem weiteren Termin werden bald weitere Exemplare produziert, auch dann wieder mit Unterstützung freiwilliger Schülerinnen und Schüler aus den neunten und zehnten Klassen.

Die verschiedenen Seifenvarianten und dazugehörigen Rezepte unterschieden sich in der Zusammensetzung der Inhaltsstoffe, in der Farbgebung und der Auswahl eines Duftes.

Hierbei konnten die Jugendlichen über die Wahl der verwendeten Fette und Öle auch Einfluss auf die Eigenschaften der Seife nehmen: Während eine auf Pflanzenfett und Kokosfett basierende Seife unter Beimengung von Bienenwachs eine eher harte Seife ergibt, die sehr schnell andickt, führen Ölivenölseifen zu eher weichen, sanft schäumenden Seifen.

Durch Zugabe von Zusatzstoffen, wie etwa Blütenblättern, Kaffeepulver oder pflegenden Ölen, kann der fertigen Seife eine hautpflegende oder desodorierende Wirkung verliehen oder gar ein Peeling-Effekt eingearbeitet werden.

Zudem bietet das Kaltverfahren einen großen Vorteil gegenüber industriell produzierten Seifen: Während im Industrieverfahren meistens Glycerin als Nebenprodukt anfällt, abgeschöpft und separat verkauft wird, bleibt das Glycerin im schulischen Prozess in der Seife enthalten. Glycerin führt auf der Haut zu einem rückfeuchtenden und straffenden Effekt, weswegen das Händewaschen mit CVG-Seife deutlich weniger zu rauen und rissigen Händen führen sollte.

Nach dem Mischen und Schmelzen der Fette und Öle und dem Zugeben einer genau abgemessenen Menge Natronlauge hieß das Motto „Rühren“. Zwischen einer halben bis zwei Stunden dauert es, bis aus dem flüssigen Gemisch ein angedickter Brei geworden ist. Erst jetzt konnten zusätzliche Zutaten, wie Duftöle, Seifenfarbe oder andere zugegeben werden.

Nach dem Abfüllen in Förmchen musste die Seife mehrere Wochen reifen, bis sie schließlich aus den Formen entnommen, die Oberfläche gereinigt und die Stückchen verpackt werden konnten.

Andreas Bock

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