Tempora mutantur – Die Zeiten ändern sich

Wir befinden uns im 21. Jahrhundert nach Christi Geburt und alle Schüler lernen nur noch moderne Fremdsprachen........ doch halt, so ist es gar nicht!
Nicht nur am CVG, sondern in ganz Bayern erfreut sich diese alte Sprache neuer Beliebtheit.

Was lernt man in Latein?

6. Jahrgangsstufe

Im ersten Lernjahr werden die Kinder mit dem Alltagsleben in Rom bekannt gemacht, bekommen die ersten Informationen über Handel, Wirtschaft und Politik in Rom, beschäftigen sich ausführlich mit der versunkenen Stadt Pompeji und werden dann in die antike Sagenwelt eingeführt.

7. Jahrgangsstufe

Im zweiten Schuljahr unternehmen wir dann eine Zeitreise durch fast 1000 Jahre Geschichte und lernen jedes Mal, wenn wir unsere Zeitmaschine verlassen, berühmte Gestalten der Antike kennen. Dabei erfahren wir zum Beispiel, wer denn nun wirklich schuld war an den Irrfahrten des Odysseus oder durch wessen Schuld die Stadt Troja unterging.

8. Jahrgangsstufe

Im dritten Schuljahr katapultiert uns die Zeitmaschine von der Antike bis in die Neuzeit und uns wird bewusst, warum es das heutige Europa ohne die „alten" Römer und Griechen gar nicht geben würde. Warum beispielsweise feiern wir alle vier Jahre die olympischen Spiele? Welche Grundsätze der römischen Zeit prägen unsere Rechtsprechung?

Im letzten Drittel des dritten Schuljahrs ist der zu bewältigende Grammatikstoff des G8 auch schon geschafft. Ab jetzt wählt man eine für die Schüler passende Lektüre, sei es eine abenteuerliche Geschichte über eine Entführung oder auch eine Liebesgeschichte mit vergnüglichem Verlauf und tragischen Ende. Im Verlaufe dieser Lektürephase werden der Wortschatz und die Grammatik der letzten Lernjahre ständig wiederholt.

9. / 10. Jahrgangsstufe

Auch diese beiden Schuljahre sind berühmten Personen und Geschehnissen der Geschichte gewidmet, wobei neben dem Übersetzen auch dem Interpretieren und Diskutieren viel Raum gegeben werden soll. Welche innen- und außenpolitischen Fehler beispielsweise beging der große Feldherr Hannibal, der mit seinen Elefanten die Alpen überquert und die Römer so gut wie besiegt hatte, Italien aber letztlich nicht wirklich erobern konnte? Kann es überhaupt sein, dass Kriege, auch in unserer Zeit, legitim sein können? Wie hält man eine gute Rede und kann sich gut präsentieren? Welche Rolle spielen die Mythen und Sagen der Römer noch heute in der Literatur, der Kunst oder der Psychologie?

11./12. Jahrgangsstufe

In diesen beiden Jahren wird dann alles Gelernte gebraucht und die Schüler erleben, wie nah die Antike an unserer Welt ist, dass viele aktuelle Probleme schon von den Denkern der antiken Welt formuliert und diskutiert wurden – mit zum Teil faszinierenden Lösungen. Das erste Semester beschäftigt sich mit der antiken Philosophie, das zweite mit der antiken Satire, das dritte mit Großmachtsanspruch und Geschichtsmodellen und das vierte Semester mit Staatsphilosophie und der Frage nach der richtigen Staatsform.

Wobei unterstützt Latein die Schüler?

Latein ist ein Mehrzweckfach mit Vorteilen für die weitere Ausbildung. Es trainiert grundlegende Arbeitsmethoden, die zum Lernen am Gymnasium und für ein Studium unumgänglich sind, so z.B. das genaue Erfassen von Texten und das richtige Filtern von Informationen. Außerdem werden die Deutschkenntnisse durch die Schulung des Sprachgefühls und das Erkennen sprachlicher Zusammenhänge verbessert, grundlegende Lernmethoden, wie die Förderung des problemlösenden Denkens (vgl. Jura) oder des vernetzten Denkens (z.B. für die Industrie) werden trainiert. Nicht vergessen werden darf auch, dass in vielen Studiengängen das Latinum immer noch Zugangsvoraussetzung ist und sich einem Fremdwörter erschließen, wenn man die lateinische Sprache beherrscht.

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