Nachtrag: Exkursion Garmisch-Partenkirchen

2017 07 16 geo garmisch teaser

Samstag, 15.07.2017: Unsere Exkursion begann Samstag morgens um 6.45 Uhr am Bahnhof in Kulmbach. Mit dabei waren 34 Schüler aus den drei Geo-Kursen der Q11, Herr Christoph, Frau Hörath und Herr Hagen.

Um nach Garmisch-Partenkirchen zu kommen, mussten wir insgesamt viermal umsteigen. Am Bahnhof in Nürnberg ereignete sich ein Drama: Der Zug nach München war maßlos überfüllt und durfte deshalb nicht losfahren. Die Fahrgäste wurden dazu aufgefordert, einen anderen Zug nach München zu nehmen. Nachdem sich einige Leute erbarmt hatten und den Zug verließen, fuhren wir mit ungefähr 40 Minuten Verspätung doch noch von Nürnberg los und mussten nun befürchten, den Anschlusszug von München nach Garmisch-Partenkirchen nicht mehr zu erreichen. Wir haben den Zug zwar bekommen, mussten aber mit unseren Koffern durch die Menschenmassen am Münchener Hauptbahnhof rennen. Nach der Ankunft in Garmisch-Partenkirchen um kurz nach 13 Uhr gingen wir kurz in unsere Unterkunft namens „Hostel 2962“. Nach ein paar Gedanken über den auf den ersten Blick eigenartigen Namen des Hostels konnten wir feststellen, dass 2962 m die Höhe der Zugspitze ist.

Das Programm für den Samstagnachmittag lautete: Kleiner Spaziergang. Dass Herr Christoph aber eine ganz andere Vorstellung von einem „kleinen“ Spaziergang hat als wir faule Schüler, wurde uns erst bewusst, als wir, nachdem wir mit der Seilbahn Richtung Alpspitze gefahren waren, insgesamt etwa zweieinhalb Stunden über Stock und Stein auf teilweise grenzwertigen Wegen zu einer anderen Bergstation gelaufen sind und von dort dann mit der Seilbahn wieder ins Tal zurückfuhren.

Oben angekommen mussten wir alle erstmal frieren, denn es war plötzlich gefühlt 10° kälter und sehr windig. Da auf einer Exkursion auch gelernt werden muss, ließ Herr Christoph uns dann noch ein Bild beschreiben und analysieren: Den Panoramablick vom Osterfelderkopf in das Loisachtal, in dem Garmisch-Partenkirchen liegt. 

Abends hatten wir Freizeit in der Stadt und um 22 Uhr mussten wir zurück im Hostel sein. Zur Freude Aller gab es dort sogar WLAN. Dieses funktionierte allerdings nur im Erdgeschoss richtig, sodass man extra in den Eingangsbereich gehen musste, um das WLAN zu nutzen #firstworldproblems. Außerdem entfachte im Hostel ein regelrechter Kampf um die Duschen, denn es gab nur zwei Duschen für mehr als 10 Leute.

Sonntag, 16.07.2017

Nach dem Frühstück ging es um 9:15 Uhr los in Richtung Wank. Vor uns lag eine Wanderung, die es in sich hatte und jeden an seine Grenzen brachte. Es galt 1000 Höhenmeter auf einer Strecke von 6km zu Fuß zu überwinden. Hinzu kam, dass es deutlich wärmer als am Vortag war und die Sonne sehr stark schien, was einigen Schülern heftigen Sonnenbrand bescherte. Jede Gruppe von Schülern, eingeteilt nach den Zimmern im Hostel, bekam einen Arbeitsauftrag für die Wanderung zugeteilt. Betrachtet werden sollten unter anderem touristische Aspekte. Navigiert wurden wir von Herrn Christophs kleinen GPS-Gerät, das im Prinzip ein Navi ist, nur eben fürs Wandern. Nach insgesamt vier Stunden bergauf gehen erreichten endlich alle nach und nach den Gipfel. Herr Christoph, die Sportskanone, hatte dieselbe Strecke ein paar Wochen zuvor in sage und schreibe zwei Stunden geschafft, was er uns mit einem breiten Grinsen im Gesicht erzählen musste. Nun konnten wir uns endlich ausruhen und die atemberaubende Aussicht genießen. Anschließend konnten wir uns entscheiden: 9km zu Fuß bis ins Tal laufen oder mit der Seilbahn nach unten fahren? Etwas mehr als die Hälfte entschied sich für die Seilbahn – für den Rest hieß es noch einmal zwei bis drei Stunden laufen.

Eigentlich wollte Herr Christoph mit uns am Abend noch den geologischen Lehrpfad anschauen. Einstimmig wurde dann aber beschlossen, dass wir das nicht tun, da es schon recht spät war und wir alle fertig von der Wanderung waren.

Am Abend hatten wir wieder Freizeit in der Stadt und trafen uns dann alle mit den Lehrern im „Sausalitos“, einem mexikanischen Restaurant. Dort wurde selbstverständlich nur Fruchtsaftschorle konsumiert und der Abend in gemütlicher Runde genossen. Um 23 Uhr – immerhin eine Stunde länger als am Vorabend – ging es dann zurück ins Hostel.

Montag, 17.07.2017

Um 9:15 Uhr starteten wir unseren Ausflug in die Partnachklamm. Vor der Klamm haben wir uns noch das Skistadion inklusive der Sprungschanzen angeschaut. Nachmittags war eigentlich das Kartographieren der Innenstadt von Garmisch-Partenkirchen geplant. Da einige Schüler allerdings am Mittwoch Klausur hatten, haben wir beschlossen, das Kartographieren weg zu lassen und dafür um 15 Uhr statt um 17 Uhr nach Hause zu fahren. Die Heimfahrt verlief im Gegensatz zur Hinfahrt sehr entspannt und wir mussten auch nur zweimal umsteigen. Um 20:45 Uhr kamen wir in Kulmbach an. Wir alle fanden die drei Tage in Garmisch sehr schön. Es war zwar richtig anstrengend, aber wir hatten super viel Spaß! (Und gelernt haben wir natürlich auch was.)

Tina Schlee, Eva Söllner, Hannah Steinert und Melina Witzgall

 

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