Das Fach Geographie

Das Fach Geographie nimmt im Fächerkanon des Gymnasiums eine Zwischenstellung zwischen den Naturwissenschaften und den Gesellschaftswissenschaften ein. Dies macht wohl den besonderen Reiz des Faches aus und wirkt dem weit verbreiteten „Schubladen-Denken" entgegen. Je nach Thema können die Schülerinnen und Schüler ihre in anderen Fächern erworbenen Kenntnisse im Geographieunterricht einbringen, etwa Physik beim Klima, Chemie bei den Böden, Biologie bei der Vegetation, Wirtschafts- und Rechtslehre bei Landwirtschaft und Industrie, Sozialkunde bei der Stadtgeographie oder Geschichte bei der Entwicklungsländer-Problematik. Ziel ist es, die Erde als Lebensgrundlage des Menschen in ihrer Einzigartigkeit, Vielfalt und Verletzlichkeit zu begreifen und verantwortungsbewusst mit ihr umzugehen.

Das Fach Geographie leistet somit einen wichtigen Beitrag zum fächerübergreifenden Denken und zur Allgemeinbildung. Ein besonderes Anliegen sind auch die sogenannten affektiven Lernziele. So wollen die Geographielehrer das Bewusstsein der Schüler für die globalen Probleme wie etwa die Klimaveränderung und den Nord-Süd-Konflikt schärfen, deren Lösung letztendlich für die Zukunft der gesamten Menschheit von entscheidender Bedeutung ist.

Natürlich kann und soll Geographie auch Spaß machen. Dass Fach bietet eine sehr große Vielfalt an Unterrichtsmethoden und damit Abwechslung vom traditionellen Frontalunterricht: Experimente, Filme, Computer-Lernspiele, Informationsbeschaffung aus dem Internet, Exkursionen und Projekte sind nur einige Beispiele. Und für Schüler, die sich für das Fach interessieren oder gar begeistern können, ist Geographie auch ein attraktives Seminarfach in der Oberstufe, das z. B. eine schier grenzenlose Auswahl an interessanten Seminararbeitsthemen im W-Seminar bietet oder spannende Projekte im P-Seminar realisiert, wie die Einrichtung eines geographischen Lehrpfades.

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